Gemeindeamt Kauns
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Bei 33 vorbereiteten Szenarien stellen die Übungsteilnehmer ihr Wissen und Können unter Beweis. Bei verschiedensten Szenarien wird die Rettung von verletzten Personen sowie die Betreuung und Versorgung von unverletzten Personen unter schwierigen Verhältnissen trainiert.
Ziel der Übung ist das Beüben der Zusammenarbeit bei Großschadenslagen insbesondere der Katastrophenhilfe, sowie die Vertiefung der Flugdienstausbildung der unterschiedlichen Einheiten. So sollen vor allem die Interoperabilität, Kommunikation, Versorgung der Einsatzkräfte, der Bezirksführungsstab und die Zusammenarbeit mit der behördlichen Einsatzleitung beübt werden, um wertvolle Erkenntnisse für künftige Einsatzaufgaben zu erlangen.
"Es soll für alle Beteiligten eine realistisch wie mögliche Übung sein", so Rainer Nardin vom Organisationsteam.
Im Rahmen der Katastrophenschutzübung werden zum Zwecke der Evakuierung von Personen, zur Brandbekämpfung, zur Rettung von Personen, sowie zum Materialtransport insgesamt sieben Hubschrauber und Flugzeuge des Bundesheeres, der ÖAMTC-Flugrettung und der Heli Tirol GmbH eingesetzt. Dazu werden Landungen im Übungsraum durchgeführt. Der Einsatz der Luftfahrzeuge kann zu einer temporär erhöhten Lärmentwicklung führen: "Wir bitten dafür um Verständnis", so Christian Mayer.
Weiters ist am Übungstag lokal mit einem verstärkten Aufkommen von Einsatzfahrzeugen zu rechnen.
Die Bevölkerung ist eingeladen sich live ein Bild von der Arbeit der Einsatzkräfte zu machen: "Wir bitten jedoch alle, die Übungsteilnehmer und Einsatzfahrzeuge nicht zu behindert. Im Sinne der allgemeinen Sicherheit wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass im Nahbereich der eingesetzten Luftfahrzeuge dringlichst ein entsprechender Sicherheitsabstand einzuhalten ist. Insbesondere ist den Einsatzkräften und Absperrposten vor Ort Folge zu leisten", so Wolf.
"Wir weisen darauf hin, dass ebenfalls am 07. Oktober der jährliche Test zur Zivilschutzalarmierung stattfindet. Dieser steht in keinem Zusammenhang mit der Übung 'Bachstelze'", betont das Organisatorenteam.
Ein "Trockengewitter" mit ausgedehnten Sturmböen ist im Bereich Oberes Gericht – „Hotspot Ried-Prutz-Fendels" hinweg gezogen. Die Sturmböen haben zu massiven Windwürfen geführt, aufgrund der punktuellen Regenmengen ist es zu Überflutungen bzw. Hangrutschen gekommen und im „Trockenbereich“ des Gewitters haben Blitzeinschläge zu Bränden und Waldbränden geführt. Die Einsatzgebiete sind nur erschwert und teilweise über Forststraßen erreichbar, die Anfahrtswege sind lang und schwierig und einige Bereiche sind von der Außenwelt abgeschnittenen.
Neben den direkt betroffenen Ortsfeuerwehren, den KAT-Zügen des Bezirksfeuerwehrverbandes Landeck sind außerdem das Rotes Kreuz, Gemeindeeinsatzleitungen und die Bezirkshauptmannschaft (Bezirkseinsatzleitung), das Baubezirksamt, die Polizei sowie der Feuerwehr Flugdienst aus den Bezirken Landeck, Imst, Reute, Innsbruck Land, das Bundesheer (Kommando Luftunterstützung), und der Landesfeuerwehrverband sowie die Landesfeuerwehrschule an der Katastrophenschutzübung "Bachstelze 2017" beteiligt.