Freilichtspiel von Ekkehard Schönwiese
Es ist eine wahre Geschichte - so wie eine Geschichte eben wahr ist - und sie wird bezeugt durch das Kruzifix in der Schranzkapelle am Ortseingang von Kauns. Da hat Jesus nicht nur eine Seitenwunde, sondern auch eine Schusswunde mitten im Herz. Ein Wilderer namens Chrust habe etwa im Jahr 1650 diese Tat begangen. Pfarrer Johann Lorenz hat in seinem Buch „Erzählungen aus dem Kaunertal“ im Kapitel „Der Talkönig“ niedergeschrieben, was von diesem Vorfall überliefert ist.
Erzählt wird von der Not der Menschen nach dem Dreißigjährigen Krieg, von treuen Dienern und verschlagenen Knechten, von Kräuterhexen und weißen Frauen, von Recht und Unrecht, Aberglauben und Glaube.
Im Zentrum steht der Kampf zwischen einem selbsternannten Talkönig namens Klas Lenz und einem Talvogt, der zwar alle rechtlichen Mittel gegen den selbstherrlichen Talkönig ins Treffen führt, aber letztlich machtlos ist und mit dem Schuss ins Herz Jesu einen Ausweg aus seiner Ohnmacht sucht, damit aber nur Unheil stiftet. Zur Sühne weiht die Tochter des Frevlers ihr Leben dem sozialen Dienst im „Wiesele“, einer Einsiedelei.
| Klas Lenz - genannt der Talkönig | Edi Huter |
| Jörg, sein Knecht | Josef Falkeis |
| Margareta, Frau des Klas Lenz | Andrea Jörg |
| Marei, Tochter des Klas Lenz | Sandra Schmid |
| Gunda, jüngere Tochter des Klas Lenz | Stefanie Venier |
| Veit, Sohn liebäugelt mit Lena | Matthias Schranz |
| Chrust, Vogt des Kauner Drittel | Alfred Nigg |
| Trine, seine Frau | Siggi Senn |
| Lena, seine Tochter, Einsiedlerin | Evelin Wille |
| Jaggl, sein Sohn, liebäugelt mit Marei | Michael Hofstätter |
| Sepp, ein Hausierer | Martin Praxmarer |
| Stoffl, verehrt Gunda | Simon Achenrainer |
| Sali, eine in die sich Männer verschauen | Manuela Achenrainer |
| Eva, weiße Frau | Eva Hafele |
| Dora, Einlegerin | Elsa Köhle |
| Stase, Hexe aus Fließ | Vroni Schmid |
| Jugendliche/Kinder | Johanna Kiechler, |